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inTrace: vom Forschungsprojekt zum High-Tech Spinoff

Die Ursprünge der Entwicklung geht auf die Forschungstätigkeit von Prof. Slusallek am Graphics-Lab der Stanford University mit Prof. Pat Hanrahan in den Jahren 1998 und 1999 zurück. Ausgangspunkt war die Frage, warum die Ray-Tracing-Verfahren bisher nicht die Versprechen gehalten haben, die einige Experten auf Basis der theoretischen Vorteile des Verfahrens erwartet hatten.

inTrace Logo

Nach der Rückkehr von Prof. Slusallek nach Deutschland an den Lehrstuhl Computergraphik der Universität des Saarlandes, konzentrierte sich die Forschung auf die Beschleunigung der Software-Implementierung von Ray-Tracing. Entscheidend waren hier die Forschungen des Mitgründers Ingo Wald im Rahmen seiner Promotion. Schon im ersten Jahr konnte eine Beschleunigung um etwa den Faktor 15 erreicht werden. Auch die Skalierung auf ein Netzwerk von PCs und die Unterstützung von massiv großen Szenen konnte schnell integriert werden. Hier sind vor allem die Beiträge des Mitgründers Carsten Benthin im Rahmen seiner Praktikums- und Diplomarbeiten zu nennen, die er nun im Rahmen seiner Promotion am Lehrstuhl fortsetzt.


Sonnenblumenfeld, circa 1 Milliarde Dreiecke
Handelsübliche Spiele haben heute weniger als 1 Million Dreiecke

Früh schon wurde die industrielle Relevanz der Arbeiten erkannt. Nach etwa einem Jahr wurde ein komplettes Neudesign der Software mit Hinblick auf große Robustheit, breite Nutzbarkeit und einfache Erweiterbarkeit vorgenommen. Dies erlaubte dann auch die zügige Integration der ersten Forschungsarbeiten zur schnellen Beleuchtungssimulation.
Die Arbeiten erregten schnell ein großes Interesse in der Industrie, nachdem sie erstmals auf einer VR-Messe im März 2002 einem breiteren Industriepublikum vorgestellt worden waren. Das Interesse wurde schnell so groß, dass der universitäre Rahmen des Projektes nicht mehr angemessen war und die Gründung dieses Spin-Offs eingeleitet wurde.

Der Spin-Off hat seine Büroräume über das Starterzentrum der Universität Saarbrücken angemietet. Die Räume liegen direkt im Lehrstuhl, was einen enormen Vorteil darstellt, da so der Wissensaustausch zwischen Forschung und Wirtschaft täglich stattfindet. Studenten können ihr erlerntes Wissen direkt in einer Tätigkeit im Unternehmen umsetzen.
inView heißt das erste Produkt, mit dem das junge Unternehmen im vergangenen Jahr auf den Markt kam. Dabei handelt es sich um einen VRML-Browser ("Virtual Reality Modeling Language") zur 3D-Echtzeitvisualisierung, der um zahlreiche Funktionalitäten erweitert wurde.


VW New Beetle, circa 4 Millionen Dreiecke

Wie stark gefragt das Know-how der jungen Saarbrücker Software-Spezialisten schon heute ist, verdeutlicht die Liste der Referenzkunden des ersten Geschäftsjahres: unter Ihnen so bedeutende Unternehmen wie Volkswagen, Audi, Boeing und EADS - das größte Luft- und Raumfahrtunternehmen in Europa.


Prof. Philipp Slusallek (rechts) stellt auf dem Intel Developer Forum 2004 schnelle Raytracing Technologie vor
Links: Pat Gelsinger CTO und Senior Vice President von Intel



Boeing 777, circa 350 Millionen Dreiecke

Momentan liege der Zielmarkt noch beim High-End User in den Sektoren Flugzeugbau, Autoherstellung und Industrie, führt Michael Scherbaum aus, der Ende vergangenen Jahres gemeinsam mit Ingo Wald die Geschäftsführung der "inTrace GmbH" übernommen hat. Aber auch für die Zukunft gibt es bereits ehrgeizige Pläne. So soll nach Vorstellung des Spezialisten-Teams das neue Verfahren des Realtime Ray-Tracing langfristig auf jedem Heim-PC verfügbar sein. Ein entscheidender Schritt in diese Richtung könnte die geplante Kooperation mit einem Partner in den USA darstellen, wodurch die Portierung der Software auf Windows-Betriebssysteme entscheidend vorangetrieben würde.

"Wir sind ein sehr gutes Team", unterstreicht Scherbaum und stellt gleichzeitig in Aussicht, dass sich die Zahl von derzeit drei Mitarbeitern bald schon beträchtlich erhöhen könnte. Ideale Voraussetzungen also, auch hochgesteckte Ziele schnell umsetzen zu können.

Wenn Sie mehr über die Firma inTrace wissen möchten, besuchen Sie die Webseite www.intrace.com.

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