Ausgewählte Cebit-Projekte 2016


Mehr als nur ein flexibles Doktorandenprogramm: Graduate School of Computer Science


Ob sichere Smartphones, effizientere Medikamenten-Therapien oder neuartige Bildverfahren für Hollywoods Traumfabrik -- in der Saarbrücker Informatik bearbeiten Nachwuchswissenschaftler eine Fülle von Forschungsthemen. Die Saarbrücker Graduiertenschule für Informatik unterstützt eine Vielzahl von Doktoranden auf ihrem Weg zur Promotion durch ein strukturiertes Programm. Talentierten Studenten ermöglicht sie sogar, das Ziel Promotion schon ab dem Bachelor-Abschluss zu verfolgen. Einen tieferen Einblick gewährt die Saarbrücker Graduiertenschule für Informatik vom 14. bis 18. März auf der Computermesse Cebit in Hannover (Halle 6, Stand D 28).



Studenten der Universität des Saarlandes liefern Echtzeit-Monitor für Online-Medien


Nicht nur Privatpersonen, sondern auch viele Mitarbeiter in Unternehmen kommunizieren heute gleichzeitig über die sozialen Medien wie Facebook, Twitter und Youtube. Das durch den Saarbrücker IT-Inkubator geförderte Start-up „Uvibo“ schafft mit seiner Visualisierungsplattform eine wichtige Voraussetzung dafür. Durch die neu entwickelte Software werden alle Beiträge automatisch nach ihrer Relevanz für den Nutzer bewertet und kontinuierlich so angeordnet, dass man sofort einen Überblick erhält und die wichtigsten Beiträge erkennt. Ihren Prototypen und ihr Geschäftsmodell für Unternehmen präsentieren die Gründer erstmals vom 14. bis 18. März auf der Computermesse Cebit in Hannover (Halle 6, Stand D 28).



Datenspione auf dem Android-Smartphone wie Bankräuber entlarven


Wird eine Bank ausgeraubt, so befindet sich unter der Beute oft ein präpariertes Geldbündel. Dieses explodiert während der Flucht und setzt Farbe frei, um das Geld als gestohlen zu markieren. Ein ähnliches Prinzip verwenden Forscher auch, um spionierende Apps auf dem Smartphone zu enttarnen. Informatiker des Centers for IT-Security, Privacy and Accountability (CISPA) haben nun einen Ansatz entwickelt, der dies auch für die aktuelle Version des Smartphone-Betriebssystems Android ermöglicht. Dadurch wird eine genauere Überwachung bösartiger Apps möglich. Die dem Ansatz entsprechende App zeigen sie erstmals vom 14. bis 18. März auf der Computermesse Cebit in Hannover (Halle 6, Stand D 28).



Schwachstellen in PHP-Anwendungen systematisch aufspüren


Webseiten sind beliebte Angriffsziele, da hinter diesen virtuellen Vordertüren Passwörter, Kreditkartennummern, Kundenadressen schlummern. Gezielt nutzen Cyberkriminelle daher jede mögliche Schwachstelle aus. Informatiker des Centers for IT-Security, Privacy and Accountability (CISPA) an der Universität des Saarlandes haben nun einen neuen Ansatz entwickelt. Dieser spürt Schwachstellen auf den Webseiten automatisch und systematisch auf, die in der Skriptsprache PHP programmiert wurden. Erste Teilergebnisse des Ansatzes präsentieren sie erstmals vom 14. bis 18. März auf der Computermesse Cebit in Hannover (Halle 6, Stand D 28).



Vom Smartphone bis zur High-Tech-Fabrik: Bösartige Programme können sich nicht mehr verstecken


Das „Internet der Dinge“ ist in Gefahr und zwar so sehr, dass es selbst Geheimdienste und Sicherheitsbehörden um den Schlaf bringt. Ein neuer Ansatz von Saarbrücker Informatikern hilft dabei, eingebettete Systeme, mobile Endgeräte und selbst Server vor bekannten wie noch unbekannten Angriffen zu schützen. Es wird verhindert, dass Programme ihr einmal festgestelltes Verhalten ändern. Das vollautomatische Verfahren, das keine Änderung bestehender Programme erfordert, präsentieren die Forscher des Kompetenzzentrums für IT-Sicherheit (CISPA) an der Universität des Saarlandes erstmals vom 14. bis 18. März auf der Computermesse Cebit in Hannover (Halle 6, Stand D 28).



Realistische 3D Gesichtsrekonstruktion vom Standard-Video


Forscher vom Saarbrücker MPI für Informatik und von Technicolor können als erste aus Standard-Videos einer einzelnen Kamera ein detailliertes persönliches und modifizierbares Gesichtsmodell generieren, das Mimik und Lippenbewegungen, aber auch Lippendetails und Feinheiten der Haut, wie Fältchen, als Computeranimation realistisch reproduziert. Dies vereinfacht nicht nur die Erzeugung realistischer, virtueller Schauspieler wie sie in Filmproduktionen eingesetzt werden, sondern auch die Erzeugung von Avataren für virtuelle Realität/Telepräsenz. So lassen sich z.B. die Sprechbewegungen von Schauspielern nachträglich an eine Synchronsprache anpassen.



Ambiverse: Neue Technologie um aus Texten automatisch Wissen zu generieren


Die größte Menge an wichtigen Informationen von Firmen, Institutionen oder Personen wird heutzutage in Form von Texten erzeugt. Im laufenden Jahr 2016 analysiert kaum ein Viertel aller Firmen ihre unstrukturierten Texte mit automatisierten Methoden, im Jahr 2021 werden es aber voraussichtlich schon 65% sein. Ambiverse, ein Spin-Off des Max-Planck-Instituts für Informatik in Saarbrücken eröffnet neue Möglichkeiten der automatischen Textanalyse. Auf der CeBIT 2016 wird die Firma erstmalig öffentlich auftreten und ihre Technologie präsentieren, die automatisch große Mengen an Texten verstehen, analysieren und verwalten kann.



ARTENGIS


Die ARTENGIS GmbH - ein IT-Technologie- und Dienstleistungsunternehmen – ist darauf spezialisiert, Produkte und Dienstleistungen über den gesamten Lebenszyklus intelligent miteinander zu verbinden. Dieser neue Ansatz wird Product Service Solutions genannt. Im Bereich MediaART entwickelt die ARTENGIS GmbH hochwertige Visualisierungslösungen, im PSS-Engineering entwickelt sie passgenaue Produkt-Dienstleistungslösungen, von der Gestaltung innovativer Geschäftsmodelle bis hin zur Entwicklung von komplexem Instandhaltungswissen. Mit der PSM-Plattform stellt ARTENGIS ein innovatives IT- und Dienstleistungsprodukt zur Verfügung, um Product Service Lösungen effizient zu managen und die Wertschöpfung im Unternehmen zu erhöhen.



SRT Boxify- Schützen von Unternehmensdaten - auch unterwegs


Die Mobile-Device-Management-Lösung (MDM-Lösung) ermöglicht Firmen, echtes Bring-Your-Own-Device (BYOD) auf aktuellen Standard-Android-Geräten einzusetzen. SRT Boxify setzt hierfür Sandboxing und Virtualisierung ein, um sichere Container zu erschaffen, welche die Isolation von Unternehmensanwendungen, Privatanwendungen und Daten gewährleisten. Jeder dieser Container sichert beliebige Anwendungen, unter anderem auch solche, wie sie in gewöhnlichen App Stores zu finden sind, ab und erlaubt es deren Rechte und Kommunikation dynamisch zu verwalten. In Kombination mit einer automatisierbaren Einrichtung, bietet Boxfiy Unternehmen und deren Angestellten eine individuelle und effiziente Arbeitsumgebung, welche stets die Corporate-Identity widerspiegelt und alle gewünschten Firmenrichtlinien durchsetzt.





Ausgewählte Cebit-Projekte 2015


Simulation zeigt, wie Tablets und Smartphones Muskeln und Gelenke belasten


Wer stundenlang am Rechner sitzt oder viele SMS am Handy tippt, verspannt sich den Nacken und manchmal sogar den Daumen. Saarbrücker Informatiker haben jetzt ein Verfahren entwickelt, das naturgetreu simuliert, welche Muskeln und Gelenke von IT-Geräten besonders beansprucht werden. Zugleich zeigt es, wie schnell und präzise ein Nutzer ein Gerät bedienen kann. Für ihre Technik erfassen die Forscher Bewegungen eines Probanden mit Kameras und übertragen sie auf ein Modell des menschlichen Körpers. Das Verfahren könnte für Produktdesigner und Arbeitsmediziner interessant sein. Auf der Computermesse Cebit in Hannover stellen die Forscher ihr Projekt vom 16. bis 20. März am Stand der Saar-Uni (Stand E13, Halle 9) vor.



Berührungsempfindliche Displays auf verschiedene Materialien selber drucken


Saarbrücker Informatiker haben eine Methode entwickelt, mit deren Hilfe in Zukunft jeder Laie Displays in beliebigen Formen auf verschiedene Materialien drucken kann. Auf diese Weise kann man mit dem heimischen Drucker hauchdünne Bildschirme in das Papier einarbeiten, die selber entworfene Symbole anzeigen oder sogar auf Berührungen reagieren können. Ihr Verfahren, das zuvor auf einer internationalen Konferenz ausgezeichnet wurde, präsentieren die Forscher nun vom 16. bis 20. März auf der Computermesse Cebit in Hannover (Halle 9, Stand E13).



Elastische Sensoren machen Haut zur berührungsempfindlichen Eingabefläche für mobile Geräte


Klingelt während einer Sitzung das Handy, muss es sein Besitzer oft erst herauskramen, um es stumm zu schalten. Schneller und diskreter wäre es, den Anruf mit kurzem Druck auf den eigenen Finger zu blockieren. Saarbrücker Informatiker forschen daran, den menschlichen Körper als berührungsempfindliche Oberfläche für mobile Geräte zu nutzen. Aus Silikon haben sie elastische Sticker mit Sensoren entwickelt, die sich an die Haut anschmiegen. Der Nutzer kann so mobile Geräte über den eigenen Körper steuern, indem er den Sticker bedient. Durch das flexible Material können die Forscher ihre Sensoren in vielen Formen und Größen und mit einem persönlichen visuellen Design herstellen. (Halle 9, Stand E13).



Texte auf Bildschirmen passen sich automatisch der Lesegeschwindigkeit an


Beim Lesen von Texten legt jeder sein eigenes Tempo vor. Diese Tatsache haben sich Saarbrücker Informatiker zunutze gemacht: Sie haben ein Software-System entwickelt, das erkennt, wie schnell ein Text am Bildschirm gelesen wird. Es lässt dann den Text entsprechend Zeile für Zeile weiterlaufen. Die Technik setzt dabei auf im Handel erhältliche Eye-Tracking-Brillen, die Blicke der Nutzer erfassen, und errechnet darüber die Lesegeschwindigkeit. Das Verfahren könnte auf großen Bildschirmen in Bahnhöfen und Einkaufszentren oder bei elektronischen Büchern zum Einsatz kommen. Auf der Computermesse Cebit in Hannover stellen die Wissenschaftler ihr Projekt vom 16. bis 20. März am saarländischen Forschungsstand (Stand E13, Halle 9) vor.



Informatiker der Universität des Saarlandes erleichtern paralleles Programmieren


Immer mehr Transistoren, platziert auf Mikroprozessoren, ließen Computer bisher immer schneller rechnen. Das gilt heute nicht mehr. Um die Leistung moderner Mehrkernrechner auszunutzen, müssen Entwickler ihren Programmcode so schreiben, dass er sich parallel ausführen lässt. Aber gerade das ist schwierig, somit fehleranfällig und teuer. Informatiker der Universität des Saarlandes haben daher ein Werkzeug entwickelt, das Teile des Programmes automatisch parallelisiert und so den Entwickler beim Programmieren unterstützt. Langfristig soll das „Sambamba“-System beliebige Programme vollautomatisch parallelisieren (Halle 9, Stand E13).



Saarbrücker Informatiker geben Garantien für Anonymität im Internet


Bei brisanten Online-Recherchen wollen auch Privatpersonen unbeobachtet bleiben. Daher nutzen Millionen von Menschen das Netzwerk „Tor“, obwohl dieses keine perfekte Anonymität bietet. Informatiker der Universität des Saarlandes haben nun ein Programm entwickelt, das Anwendern Auskunft gibt, wie sehr ihre Identität aufgrund der von ihnen gewählten Verbindung verschleiert wird. Die Wissenschaftler, die dafür Echtzeit-Daten aus dem Tor-Netzwerk nutzen, untersuchten im Vorfeld eine Vielzahl von möglichen Angriffen. (Halle 9, Stand E13).



Wissen, was die App wirklich tut


Mini-Programme auf internetfähigen Mobiltelefonen sind immer häufiger Einfallstor für Betrug und Spionage. Informatiker des Saarbrücker Kompetenzzentrums für IT-Sicherheit (CISPA) haben nun eine Software entwickelt, die anzeigt, ob Apps auf dem Smartphone auf vertrauliche Daten zugreifen und was sie mit diesen anstellen. Die Forscher zeigen ihr weiterentwickeltes Verfahren erneut auf der diesjährigen Computermesse Cebit in Hannover (Halle 9, Stand E13).



Mobile Quarantäne-Station für gefährliche Android-Apps


Immer öfter bedrohen bösartige Apps, die für Smartphones mit dem Android-Betriebssystem geschrieben werden, die Daten von Anwendern. Wer sich davor schützen will, muss sich mit seinem Gerät sehr gut auskennen, was private Nutzer oft abschreckt. Saarbrücker Informatiker haben nun eine neue Software entwickelt, mit dessen Hilfe auch unbedarfte Anwender ihr Smartphone mit minimalem Aufwand schützen können. Unternehmen können damit außerdem auf einfache Weise dienstliche Bereiche auf den privaten, mobilen Endgeräten ihrer Angestellten einrichten und diese verwalten. Ihre App stellen die Forscher erstmals auf der Computermesse Cebit vom 16. bis 20. März in Hannover vor (Halle 9, Stand E13).



Saarbrücker Graduiertenschule für Informatik bietet flexibles Doktorandenprogramm


Sie schützen das Internet vor Hackerangriffen, entwickeln neue Technologien für die Traumfabrik in Hollywood oder arbeiten an effizienteren Therapien für Krebserkrankungen – die Nachwuchsforscher auf dem Saarbrücker Campus. Unterstützt werden sie dabei von der Saarbrücken Graduate School of Computer Science. Sie bietet ihnen ein strukturiertes Programm auf dem Weg zur Promotion. Talentierte Studenten haben darüber hinaus die Möglichkeit, schon frühzeitig mit dem Promotionsstudium zu beginnen. Auf der Computermesse Cebit in Hannover präsentiert die Saarbrücker Graduiertenschule für Informatik vom 16. bis 20. März ihr Ausbildungsangebot (Stand E13, Halle 9).



Capira - Sokratische Videos für MOOCs und den Flipped Classroom


Videos finden immer stärkeren Einzug in die moderne Lehre. Bei Studierenden sind sie beliebt, aber das rein passive Anschauen führt oft dazu, dass bloß eine Illusion von Verständnis entsteht. Um dieses Dilemma aufzulösen, integriert Capira nahtlos Quizze in den visuellen Kontext von Videos. Somit bekommen Lernende schon während des Videos Feedback zu ihrem Lernfortschritt und setzen sich gleichzeitig aktiv mit dem Stoff auseinander.





Ausgewählte Cebit-Projekte 2014


Neue Technik für das Reparieren aus der Ferne


Kommt es in einer Fabrik bei einer komplexen Produktionsanlage zu Fehlern, kann das Personal vor Ort das Problem oft selber nicht beheben. Experten, die sich mit der Technologie auskennen, müssen erst anreisen. Doch das kostet Zeit und Geld. Saarbrücker Informatiker haben eine Methode entwickelt, mit der Spezialisten über eine Plattform mit der betroffenen Firma in Kontakt treten können. Auf diese Weise können sie dem Personal vor Ort erklären, wo der Fehler liegt und wie es diesen beheben kann. Dabei ist der Experte immer live zugeschaltet, kann die Reparaturen überwachen und notfalls einschreiten. Auf der Cebit zeigen die Forscher vom 10. bis zum 14. März das System (Halle 9, Stand E13).



Privatsphäre und Sicherheit mit Google Glass


Am Kopf getragene Miniaturcomputer wie die vom Suchmaschinen-Konzern Google entwickelte Datenbrille "Google Glass" haben nicht nur das Potenzial, reale und digitale Welt noch mehr zu verschmelzen. Sie können auch den Alltag sicherer machen. Das beweisen Saarbrücker Informatiker, indem sie die Datenbrille mit speziellen Verschlüsselungsverfahren und Techniken der automatischen Bildanalyse kombinieren, um das Geldabheben am Bankautomaten sicherer zu machen oder verschlüsselte Dokumente zu lesen und auf ihre Echtheit zu überprüfen. Erstmals zeigen sie ihren Prototyp auf der Computermesse Cebit. Besucher können diesen selbst am Forschungsstand der Universität des Saarlandes (Halle 9, Stand E13) ausprobieren.



Automatisch Testfälle für Programme erstellen


Wenn Entwickler programmieren, bleiben Fehler nicht aus. Automatisches Testen kann Abhilfe schaffen. Es setzt jedoch voraus, dass sich kluge Köpfe Testfälle ausdenken, die möglichst viele der Fehler abfangen können. Saarbrücker Informatiker haben nun einen Ansatz gefunden, der dies automatisiert. Ihre Software "XMLMATE" nutzt genetische Algorithmen, um systematisch Testfälle für Computerprogramme zu erzeugen. Grundlage ist das XML-Format, das sich leicht an beliebige Eingabeformate anpassen lässt. Während der Computermesse Cebit in Hannover demonstrieren die Forscher XMLMATE erstmals öffentlich. (Forschungsstand der Universität des Saarlandes, Halle 9, Stand E13)



Analyse-Software überprüft Apps auf verdächtigen Datenabfluß


Miniprogramme (Apps) sind auf internetfähigen Mobilgeräten potenzielle Daten-Verräter. Das ist spätestens seit den jüngsten Enthüllungen von Edward Snowden jedem klar. Informatiker des Centers for Security, Privacy and Accountability (CISPA) haben nun eine Software entwickelt, die anzeigt, ob auf persönliche, vertrauliche Daten zugegriffen wird. Dazu untersucht das Programm den "Bytecode" der jeweiligen App. Die Wissenschaftler zeigen ihr Programm auf der kommenden Computermesse Cebit in Hannover auf dem Forschungsstand der Universität des Saarlandes (Halle 9, Stand E13).



Online-Benutzerdaten erheben, ohne die Privatsphäre zu verletzen


Die statistische Auswertung von Nutzerdaten im Internet ist essentiell, wenn es darum geht, Trends vorherzusagen, Webdienste zu verbessern und Marktstudien voranzutreiben. Sie bedroht jedoch auch die Privatsphäre aller, die dadurch erfasst werden. Saarbrücker Informatiker kombinieren nun neuartige kryptographische Verfahren, um beides zu ermöglichen: die Erhebung der Daten und den Schutz der Privatsphäre. Ihren Ansatz präsentieren sie erstmals auf der kommenden Computermesse Cebit in Hannover auf dem Forschungsstand der Universität des Saarlandes (Halle 9, Stand E13).



Computer ordnet Bilder nach künstlerischen Aspekten


Bilder gleichmäßig anzuordnen, kostet Programme bisher sehr viel Zeit. Noch aufwendiger ist es, diese nach visuellen Merkmalen zu sortieren. Saarbrücker Forscher des Max-Planck-Instituts für Informatik haben ein System entwickelt, dem bereits eine geringe Anzahl an platzierten Beispielbildern genügt, um die gewünschte Anordnung zu erkennen und vorzunehmen. Betreiber von Online-Portalen oder Museen könnten diese Technik zum Beispiel nutzen, um komplexe Datensätze zu ordnen. Auf der CeBit stellen die Informatiker die Technik vom 10. bis 14. März vor (Halle 9, Stand E13).


Strukturiert und flexibel: Die Saarbrücker Graduiertenschule für Informatik stellt sich vor


Ob sicheres Internet, effizientere Krebs-Therapien oder neuartige Bildschirme – in der Saarbrücker Informatik bearbeiten Nachwuchswissenschaftler eine Fülle von Forschungsthemen. Die Saarbrücken Graduate School of Computer Science unterstützt die rund 375 Doktoranden auf ihrem Weg zur Promotion durch ein strukturiertes Programm. Insbesondere ermöglicht sie talentierten Studenten, das Ziel Promotion möglichst frühzeitig zu verfolgen. Auf der Cebit präsentiert die Saarbrücker Graduiertenschule für Informatik vom 10. bis 14. März ihr Ausbildungsangebot (Halle 9, Stand E13).


Reden in 3D: Komplexe Konstruktionsmodelle per Web-browser besprechen und verwalten


Ob Jumbojet, Bahnhof oder Computerspiel - eine Vielzahl unterschiedlicher Spezialisten plant, entwickelt und baut sie mit Hilfe dreidimensionaler Modelle. Dies geschieht mit Spezialsoftware, die nicht jeder hat. Dadurch wird es oft sehr schwierig, gemeinsam Projekte zu bearbeiten. Es fehlt ein Programm, mit dem Ingenieure anhand von 3D-Modellen kommunizieren und Entwicklungsschritte nachvollziehen können. Saarbrücker Informatiker helfen hier mit einem neuen Verfahren, das Änderungen an 3D-Modellen dokumentiert und gleichzeitig im Web-Browser auf jedem Gerät darstellen kann. Sie werden dieses erstmals auf der Computermesse Cebit am Forschungsstand der Universität des Saarlandes (Halle 9, E13) zeigen.


Mehrdeutigkeit von Namen in Texten automatisch auflösen


Beim Lesen des Nachnamens "Merkel" wissen selbst Menschen nicht, ob nun die Bundeskanzlerin Angela Merkel oder der berühmte Fußballtrainer Max Merkel gemeint ist. Informatiker des Saarbrücker Max-Planck-Instituts haben nun eine Software entwickelt, die in Texten die Mehrdeutigkeit von Namen automatisch auflösen kann. Diese Zuordnung von Namen auf eindeutige Objekte eröffnet neue Möglichkeiten für Suchmaschinen, Empfehlungssysteme und die Analyse von "Big Data". Zum ersten Mal stellen die Forscher ihren Ansatz am Forschungsstand der Universität des Saarlandes (Halle 9, Stand E13) auf der Computermesse Cebit vor.




Ausgewählte Cebit-Projekte 2013



DroidMate - Vollautomatischer Prüfstand für Mini-Programme auf Smartphones und Tablet-Rechnern


Apps für das freiverfügbare Smartphone-Systeme Android sind zahlreich und weisen oft noch mehr Fehlfunktionen auf. Entwickler und Unternehmern überprüfen sie nur unzureichend, der Anwender hat das Nachsehen. Informatiker der Universität des Saarlandes entwickelten daher eine Software, die Android-Apps automatisch testet. Ihr Programm "DroidMate" spürt sämtliche Fehler auf, indem es für die jeweilige App einen Anwender simuliert, der alle erdenklichen Bedienelemente drückt.



Unter Hadoop effizient Indexe für Big Data generieren


Große Konzerne wie Google häufen riesige Datenmengen ("Big Data") an. Gewöhnliche Datenbanksysteme werden aber mit der Verarbeitung von Big Data nicht fertig. Das freiverfügbare Software-System Hadoop und dessen leistungsfähiges Dateisystem HDFS sind zwar nützliche Werkzeuge, doch Hadoop lässt kein effizientes Durchsuchen großer Datenmengen zu. Forscher der Gruppe "Informationssysteme" an der Universität des Saarlandes entwickelten daher die "Hadoop Agressive Indexing Library" (HAIL), mit der die Suche in Big Data bis zu 100 Mal schneller geschieht.



Mpi-Realtime


Wenige Millisekunden, Videokameras und Mathematik reichen den Forschern des Max- Planck-Instituts für Informatik in Saarbrücken aus. Damit erkennen sie automatisch, wie sich mehrere Personen bewegen und sogar wie sich der Faltenwurf ihrer Kleidung dabei verändert. Das von den Informatikern entwickelte Verfahren ist nicht nur bei Trickfilmspezialisten in Hollywood begehrt, es könnte auch bald Mediziner und Sportler unterstützen.



WebMate - Komplexe Web 2.0 Anwendungen automatisch testen


Webanwendungen wie Google Mail, Facebook und Amazon sind täglich bei Millionen Nutzern im Einsatz. Bisher jedoch fehlen Verfahren, um solche komplexen Web-2.0-Anwendungen kostengünstig und systematisch auf Fehlfunktionen und Sicherheitslücken zu untersuchen. Informatiker der Universität des Saarlandes haben dafür eine Software entwickelt, die Webanwendungen selbstständig überprüft.



Xflow - Dreidimensionale Szenen und Charakter für die eigene Website


Um dreidimensionale Animationen auf Webseiten zu zeigen, hatten Entwickler bisher nur zwei, teilweise unbefriedigende Möglichkeiten: Spezielle Software verwenden oder alles per Hand selber programmieren. Informatiker der Universität des Saarlandes haben nun eine Beschreibungssprache entwickelt, die das Erstellen von individuellen 3-D-Animationen erleichtert und das flüssige Abspielen im Webbrowser sicherstellt.